Bildungsplanung

Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen (ÜGK)

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Die von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) im Jahr 2011 beschlossenen Bildungsstandards beschreiben, über welche Grundkompetenzen Schülerinnen und Schüler in ihrer Schulsprache, in Mathematik und in den Naturwissenschaften am Ende der 2., 6. und 9. Klasse sowie in den Fremdsprachen am Ende der 6. und 9. Klasse verfügen müssen.

Seit 2016 finden in der Schweiz regelmässige «Überprüfungen des Erreichens der Grundkompetenzen» statt, als Bestandteil des Bildungsmonitorings Schweiz. Das Ziel der ÜGK ist eine Evaluation der kantonalen Schulsysteme, nicht aber eine Analyse einzelner Schulen.

2016 wurden die Grundkompetenzen in Mathematik (9. Klasse) überprüft, 2017 die Grundkompetenzen in Schulsprache und erster Fremdsprache (6. Klasse), welche in Zürich Englisch ist. Die Ergebnisse liegen in Berichtform vor.

Nächste Erhebungen finden in den Jahren 2020 und 2022 statt. 

Im Kanton Zürich wird mittels wissenschaftlichem Verfahren festgelegt, welche Schulen in die Erhebung einbezogen sind. Für diese Schulen ist die Teilnahme an der Erhebung verpflichtend. Eltern können ihre Kinder von der Erhebung abmelden.

Der Hintergrund

Die Bundesverfassung verankert in Art. 61a Abs. 1 den allgemeinen Grundsatz, dass Bund und Kantone gemeinsam im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für eine hohe Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraumes Schweiz sorgen. Sie regelt in Art. 62 Abs. 4 die Harmonisierung des Schulwesens im Bereich des Schuleintrittsalters und der Schulpflicht, der Dauer und Ziele der Bildungsstufen und deren Übergänge sowie der Anerkennung von Abschlüssen.

Wie die Kantone diese vom Schweizer Stimmvolk und allen Ständen am 21. Mai 2006 beschlossenen Eckwerte erreichen, wurde nicht dem Ungefähren überlassen:

  • Einerseits wurden konkrete strukturelle Vorgaben gemacht, beispielsweise zum Eintrittsalter in den Kindergarten (vollendetes 4. Altersjahr, Stichtag: 31. Juli).
  • Andererseits wurden Instrumente und Verfahren entwickelt, die der Harmonisierung der Ziele und der Qualität auf den Bildungsstufen dienen: Es sind dies die gesamtschweizerischen Bildungsstandards, die in die sprachregionalen Lehrpläne, die Lehrmittel und die Förderinstrumente eingearbeitet wurden.
  • Zum Dritten wird regelmässig überprüft, wie die Kantone die Ziele und die Qualität auf den Bildungsstufen erreichen. Dies ist die Aufgabe des Bildungsmonitorings von Bund und Kantonen.

Informationen zur Erhebung Fachbereich Sprachen im Frühjahr 2020

Zwischen dem 27. April und dem 5. Juni 2020 findet in allen Kantonen die nächste ÜGK-Haupterhebung statt. Getestet wird dann schweizweit eine repräsentative Stichprobe von gut 20'000 Schülerinnen und Schülern des 9. Schuljahres im Fachbereich Sprachen (Schulsprache, 1. und 2. Fremdsprache).

Im Kanton Zürich werden bei 1'600 Schülerinnen und Schülern Deutsch und die beiden Fremdsprachen Englisch und Französisch getestet. In die Erhebung einbezogen sind gut 80 öffentliche und private Sekundarschulen und Gymnasien. Die gesamte Erhebung dauert einen Vormittag und wird von schulexternen Personen angeleitet. Die Schülerinnen und Schüler lösen die Tests auf ihnen zur Verfügung gestellten Tablets.

Verantwortlich

Peter Nussbaum

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