Bildungsplanung

Situation auf der Kindergartenstufe

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Foto: Frank Brüderli
Foto: Frank Brüderli

Das Volksschulgesetz von 2005 brachte massgebliche Veränderungen für den Kindergarten mit sich. Er wurde zur ersten, obligatorischen Stufe der Volkschule. Die Einführung des Kindergartenlehrplans (2008) und die Verlagerung der Ausbildung der Lehrpersonen an die Pädagogische Hochschule veränderten die gesellschaftliche Wahrnehmung des Kindergartens, das Selbstverständnis der Kindergartenlehrpersonen und die konkrete Unterrichtsgestaltung.

Seit 2006 sind die Kantone verpflichtet, wichtige Eckwerte im Bildungsbereich zu harmonisieren. Dazu gehört das Eintrittsalter in den Kindergarten mit dem vollendeten 4. Altersjahr (Stichtag 31. Juli), aber auch die Harmonisierung der Bildungsziele. Im Kanton Zürich begann die Verschiebung des Eintrittsalters im Schuljahr 2013/14 und wird 2020 abgeschlossen sein. Die Kindergartenkinder werden dann durchschnittlich 2.5 Monate jünger sein als vor der Umstellung. Die gesamtschweizerische Zielharmonisierung äussert sich auch im neuen Zürcher Lehrplan 21, der im Schuljahr 2018/19 im Kindergarten in Kraft treten wird.

Die Bildungsplanung erarbeitet derzeit einen Bericht, der die Situation auf der Kindergartenstufe vertieft in den Blick nimmt. Im Rahmen eines externen Forschungsauftrages untersuchen Forscherinnen und Forscher der Pädagogischen Hochschulen von Bern und Zürich den Übergang in den Kindergarten, die Unterrichtsgestaltung durch die Kindergartenlehrpersonen und ausgewählte Entwicklungsaspekte der Kinder – insbesondere im Bereich der Schulsprache. Zusätzlich holt die Bildungsplanung, unterstützt durch verschiedene Verbände, in einer Online-Befragung aller Kindergartenlehrpersonen deren Perspektive dieser bedeutsamen ersten Stufe der Volksschule ein. Ergänzend dazu erstellt die Bildungsplanung einen Überblick über die politischen Entwicklungen und analysiert bildungsstatistische Daten zu Lernenden und Lehrpersonen. Die Arbeiten werden mit einem entsprechenden Bericht der Bildungsplanung im 2019 abgeschlossen.

Auf dieser Basis werden anschliessend politische Handlungsfelder und Entwicklungsperspektiven unter breitem Einbezug von Praxis, Politik, Wissenschaft und Verwaltung erarbeitet. Eine entsprechende Tagung ist für 2019 geplant. Die Arbeiten werden begleitet von Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft, der Bildungsverwaltung, der Ausbildung sowie der Verbände des Schulpersonals.

Verantwortlich

Flavian Imlig 

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