Bildungsplanung

Selbstorganisiertes Lernen an gymnasialen Mittelschulen - neue Lehr- und Lernformen (2008-2012)

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Die hier archivierten Informationen und Dokumente widerspiegeln den Stand der Dinge zum Zeitpunkt, als das Projekt abgeschlossen worden ist (Dezember 2012).

Ausgangslage und Projektauftrag

Das eidgenössische Maturitätsanerkennungsreglement MAR definiert in Artikel 5 die Bildungsziele der gymnasialen Ausbildung. Überfachliche Kompetenzen werden darin als wesentliche Voraussetzung für die Studierfähigkeit und die «allgemeine Hochschulreife» hervorgehoben. Als überfachliche Kompetenzen bezeichnet werden dabei insbesondere die Fähigkeit, selbstständig und in Gruppen zu arbeiten, die Kommunikationsfähigkeit sowie die Einsicht in die Methodik wissenschaftlicher Arbeit. Demgegenüber zeigten verschiedene Untersuchungen (Maag Merki, 2002 / Oelkers, 2006 / EVAMAR II, 2008), dass die überfachlichen Kompetenzen vielfach nur unzureichend oder gar nicht erreicht wurden.

Im Herbst 2006 legte die Bildungsplanung und das Mittelschul- und Berufsbildungsamt dem Bildungsrat einen Bericht über den Stand und die Entwicklungsmöglichkeiten der gymnasialen Mittelschulen des Kantons Zürich vor. Auf der Basis dieser Situationsanalyse beauftragte der Bildungsrat das Mittelschul- und Berufsbildungsamt mit der Planung und Umsetzung eines Projektes, das die überfachlichen Kompetenzen und das selbst organisierte Lernen an gymnasialen Mittelschulen nachhaltig fördern sollte. Zu diesem Zweck wurde in der Folge das Projekt „Selbst organisiertes Lernen an gymnasialen Mittelschulen – neue Lehr- und Lernformen“ (SOL) lanciert, das Schülerinnen und Schüler aller Zürcher Gymnasien befähigen sollte, ihre Lernprozesse vermehrt selbst zu steuern und überfachliche Kompetenzen zu entwickeln. Mit Beschluss vom 13. August 2008 bewilligte der Regierungsrat die dafür erforderlichen Finanzmittel für den Zeitraum von 2008 bis 2011.

Projektergebnisse

Das Projekt SOL wurde in enger Zusammenarbeit mit den Gymnasien, der Bildungsdirektion (Mittelschul- und Berufsbildungsamt, Bildungsplanung) und dem für die Ausbildung der Mittelschullehrpersonen verantwortlichen Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik der Universität Zürich durchgeführt. In der Zeit von 2009 bis 2012 wurde in allen gymnasialen Mittelschulen je ein schulspezifisches SOL-Konzept entwickelt und erprobt. Die Erfahrungen aus diesen Projekte für „Selbst organisiertes Lernen“ bildeten eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des gymnasialen Ausbildungsganges. Die Umsetzung des Projekts wurde zudem durch eine externe, wissenschaftliche Evaluation beurteilt. Die Ausschreibung und die fachliche Begleitung der Evaluation waren Aufgabe der Bildungsplanung. Der Evaluationsbericht wurde 2012 publiziert. Auf der Grundlage dieser Evaluationsergebnisse beschloss der Bildungsrat am 17. Dezember 2012, dass SOL weiterentwickelt und ab 2013 im Regelbetrieb an allen gymnasialen Mittelschulen angeboten werden soll. Dies mit dem Ziel, den Erwerb von überfachlichen Kompetenzen zu steigern und die Studierfähigkeit der Maturandinnen und Maturanden nachhaltig zu verbessern.

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