Bildungsplanung

Lehrmittelpolitik des Kantons Zürich (2009-2012)

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Die hier archivierten Informationen und Dokumente widerspiegeln den Stand der Dinge zum Zeitpunkt, als das Projekt abgeschlossen wurde (September 2012).

Ausgangslage und Projektauftrag

Foto: Bildungsdirektion Kanton Zürich

Die Ansprüche an Lehrmittel sind gewachsen und nehmen weiter zu. Von Lehrmitteln wird erwartet, dass sie in Bezug auf die Auswahl und Aufbereitung von Inhalten aktuell sind und die Umsetzung von lerntheoretischen Erkenntnissen unterstützen. Gleichzeitig sollen Lehrmittel „praxistauglich“ sein, d.h. sie sollen direkt in jeder Form von Unterricht eingesetzt werden können und differenzierte Lernangebote zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern enthalten. Die Frage, was ein „gutes“ Lehrmittel auszeichnet, wird recht unterschiedlich beantwortet. Neben dem Stellenwert und der Qualität der Lehrmittel stellt auch die künftig verstärkte Orientierung an sprachregional einheitlichen Lehrzielen (Lehrplan 21) und den nationalen Bildungszielen (HarmoS-Bildungsstandards) eine Herausforderung für die Lehrmittelpolitik des Kantons Zürich dar.

Der Bildungsrat beauftragte die Bildungsdirektion am 23. Februar 2009 mit dem Projekt „Lehrmittelpolitik des Kantons Zürich“.

Projektergebnisse

Die Ergebnisse des Projekts „Lehrmittelpolitik“ und die erforderlichen Schritte zur Umsetzung sind im Schlussbericht „Lehrmittelpolitik des Kantons Zürich“ ausgeführt. Im Wesentlichen kann das Projekt folgende Ergebnisse ausweisen:

  • Ein neues Modell zur Regelung der Lehrmittelwahl an der Zürcher Volksschule mit einer Beschränkung des Lehrmittelobligatoriums und einer Stärkung der Wahlfreiheit bei Lehrmitteln für Schulen und Schulgemeinden
  • Verbesserte Möglichkeiten zur Beteiligung der Lehrpersonen bei der Entwicklung neuer obligatorischer Lehrmittel
  • Eine Stärkung der institutionellen Mitsprache der Lehrerorganisationen durch ein neues Mandat und eine neue Zusammensetzung der bildungsrätlichen Lehrmittelkommission
  • Eine Beschreibung der Prozesse zur strategischen Ausrichtung des kantonalen Lehrmittelwesens und bedarfsgerechten Entwicklung oder Beschaffung von obligatorischen Lehrmitteln für die Volksschulen des Kantons Zürich – mit einer entsprechenden Zuweisung der Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der Beteiligten

Der Bildungsrat hat den Schlussbericht am 3. September 2012 zur Kenntnis genommen und die Bildungsdirektion beauftragt, die vorgeschlagenen Umsetzungsarbeiten aufzunehmen. Ein Lehrmittelobligatorium gilt künftig für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Französisch sowie Religion und Kultur. Für den Unterrichtsbereich Naturwissenschaft und Technik ist ein Obligatorium vorgesehen, sobald geeignete Lehrmittel vorliegen. Die Neuerungen sollen per Schuljahr 2014/15 umgesetzt werden. Verantwortlich für die Umsetzung ist das Volksschulamt.

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