Bildungsplanung

Entwicklung und Validierung des Handbuchs Schulqualität (2001-2011)

Zurück zur Übersicht

Die hier archivierten Informationen und Dokumente widerspiegeln den Stand der Dinge zum Zeitpunkt, als das Projekt abgeschlossen worden ist (Januar 2011).

Ausgangslage und Projektauftrag

Foto: Bildungsdirektion Kanton Zürich

Im Rahmen des Projekts «Neue Schulaufsicht an der Volksschule des Kantons Zürich»  veranlasste der Bildungsrat im Jahr 2001 die Entwicklung von Qualitätsansprüchen an die Volksschulen. Dies in der Absicht, für die angestrebte Form der externen Schulevaluation einen Referenzrahmen zu schaffen. Mit dem Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (§§ 47-49) wurde die Qualitätsentwicklung und -sicherung im Kanton Zürich zu einer verbindlichen Aufgabe der einzelnen Volksschule. Die Überprüfung der Schulqualität wurde der Fachstelle für Schulbeurteilung übertragen. Die Festschreibung von Qualitätsansprüchen zu unterrichtlichen und schulischen Prozessen folgte im Herbst 2005 mit dem «Handbuch Schulqualität». Der Bildungsrat verabschiedete am 19. September 2005 eine Erprobungsfassung und beauftragte die Bildungsplanung, das Handbuch zu publizieren und die darin festgeschriebenen Qualitätsansprüche einer inhaltlichen Überprüfung zu unterziehen. Das Konzept zur Validierung wurde vom Bildungsrat am 12. Juni 2006 beschlossen.

Projektergebnisse

An der Entwicklung des «Handbuchs Schulqualität» mit seinen Qualitätsansprüchen an Prozesse in Schule und Unterricht haben zahlreiche Fachleute für schulisches Qualitätsmanagement mitgearbeitet. Im Rahmen der Validierung waren dann Vertreterinnen und Vertreter der Schulbehörden, der Schulleitungen, der Lehrerschaft und der Elternschaft sowie die Aus- und Weiterbildungsinstitutionen eingeladen, die Qualitätsbereiche und die Qualitätsansprüche aus ihrer Sicht zu diskutieren, zu prüfen und weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse aus diesem Verfahren wurden in das Handbuch eingearbeitet.

Anlässlich der Sitzung des Bildungsrats vom 24. Januar 2011 wurde die definitive Fassung des «Handbuchs Schulqualität» festgelegt. Beschlossen wurde überdies, dass das Handbuch bis spätestens Januar 2017 auf seine Aktualität hin überprüft und dem Bildungsrat neu vorgelegt werden muss.

Was bedeutet der Bildungsratsbeschluss vom 24. Januar 2011 für die Schulen?

  • Den Schulen und Schulgemeinden steht das «Handbuch Schulqualität» als Nachschlagewerk zur Verfügung. Es bietet den Schulen einen reichhaltigen Fundus, an dem sie sich bei der Schulprogrammarbeit oder bei Entwicklungsprojekten orientieren können.
  • Die Minimalanforderungen an die Volksschulen wurden vom Bildungsrat am 26. April 2010 festgelegt. Seit Sommer 2012 müssen die Volksschulen auf der Grundlage dieses Beschlusses in folgenden fünf Qualitätsmerkmalen mindestens die grundlegenden Anforderungen an die Praxis erfüllen: Schulgemeinschaft, Unterrichtsstruktur, Klassenklima, Schulführung und Elternzusammenarbeit. Diese werden von der Fachstelle für Schulbeurteilung im Rahmen des Qualitätsprofils überprüft.
  • Gemäss Reglement über die Aufsicht über die Sonderschulen vom 30. September 2009 gelten die Qualitätsansprüche des «Handbuchs für Schulbeurteilung» sinngemäss auch für die Sonderschulen.

Zurück zur Übersicht