Bildungsplanung

Bildungsverläufe im Kanton Zürich

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Studien zu Schul- und Bildungsverläufen über die verschiedenen Schulstufen hinweg oder zu Übergängen zwischen Schulstufen zeigen, dass geradlinige Bildungsverläufe vom Kindergarten bis zum Abschluss der Berufsausbildung oder des Studiums eher selten sind. Schul- und Ausbildungsverläufe zeichnen sich auch durch Wechsel, Umwege und Verzögerungen aus.

Die Abteilung Bildungsmonitoring beschäftigt sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit Bildungsverläufen der Lernenden und deren Einflussfaktoren vom Kindergarteneintritt bis zur Hochschulstufe im Kanton Zürich. In den einzelnen Teilprojekten werden Daten der Bildungsstatistik Kanton Zürich stufenspezifisch und stufenübergreifend ausgewertet.

Der im April 2015 veröffentlichte Bericht «Bildungsverläufe während der obligatorischen Schulzeit im Kanton Zürich» analysiert Verzögerungen, Beschleunigungen und Wechsel in den Bildungslaufbahnen von Schülerinnen und Schülern vom Kindergarten bis zum Abschluss der Sekundarstufe I. Er zeigt nicht nur, wie oft Abweichungen vom Regelverlauf vorkommen und wie sich diese in den letzten 15 Jahren verändert haben, sondern auch ob der Verlauf der ersten Schuljahre mit dem später eingeschlagenen Bildungsweg zusammenhängt.

Die Analyse von Bildungsverläufen der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten im Bericht «Entwicklung der gymnasialen Mittelschulen im Kanton Zürich 2006-2014» zeigt, dass nur etwas mehr als die Hälfte der Jugendlichen das Gymnasium in der regulären Zeit absolviert. Repetitionen, Austritte ohne unmittelbare Anschlusslösung, Unterbrüche durch das Einschalten von Auslandsemestern und Übertritte in die Berufsausbildung sind keine Seltenheit. Der Bericht «Entwicklung der Berufsbildung im Kanton Zürich 2008-2017» analysiert Bildungsverläufe derjenigen Lernenden, die 2009 erstmals in eine berufliche Grundbildung im Kanton Zürich eingestiegen sind.

In naher Zukunft sollen auch die Bildungsverläufe auf Hochschulstufe untersucht werden. Denn wenig weiss man darüber, welchen Weg Studierende nach einem Wechsel oder einem Austritt aus einem Studiengang an der Universität oder einer Fachhochschule einschlagen. Diese Austritte bedeuten nicht zwingend ein Scheitern, sondern sind Ausdruck der grossen Durchlässigkeit dank breitem Bildungsangebot auf der Tertiärstufe.

Verantwortlich

Sybille Bayard

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