Bildungsplanung

Entwicklung der gymnasialen Mittelschulen im Kanton Zürich 2006-2014

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Kantonsschule Büelrain Winterthur
Foto: Kantonsschule Büelrain Winterthur

2006 erarbeitete die Bildungsdirektion, Bildungsplanung, zuhanden des Bildungsrates den Bericht «Aktueller Stand und Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der gymnasialen Mittelschulen des Kantons Zürich». Ziel war es, Funktionen und Leistungen der Zürcher Gymnasien zu beschreiben, Probleme und Defizite zu benennen und entsprechende Massnahmen vorzuschlagen. Der Bericht stellte eine Auslegeordnung einer breiten Palette von Themen dar und formulierte verschiedene Massnahmen von unterschiedlicher Konkretheit und bildungspolitischer Brisanz.

Zwei Legislaturperioden später erscheint nun der Nachfolgebericht. Dieser zeigt auf, welche Entwicklungen die Schulen an die Hand nahmen und wo sie heute stehen. Neben einer umfassenden Dokumentenanalyse wurden zahlreiche Interviews mit Personen aus dem Schulfeld und dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt geführt. Das daraus entstandene Bild wird durch aktuelle bildungsstatistische Auswertungen ergänzt.

Ergebnisse

Der Bericht zeigt auf, dass sich in den vergangenen acht Jahren an den Zürcher Gymnasien viel getan hat. So haben beispielsweise das curriculare Angebot (Ergänzungsfächer, zweisprachige Matura, Stärkung von Naturwissenschaft und Technik) und die Entwicklung neuer Lehr- und Lernangebote (Immersionsunterricht, Förderung des selbst organisierten Lernens SOL) zugenommen und viel zur Profilbildung der einzelnen Schulen beigetragen.

Wichtige Entwicklungen waren auch die Einführung der zentralen Aufnahmeprüfungen an der Schnittstelle «Volksschule – Mittelschule», die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Mittel- und Hochschulen durch Projekte wie «HSGYM» und die Weiterentwicklung der Führung und Organisation der Mittelschulen.

Darüber hinaus zeigt die Analyse von Bildungsverläufen der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, dass Regelverläufe nicht selbstverständlich sind. Gymnasiale Bildungsverläufe können unterschiedlich sein: Es gibt Repetitionen, Übertritte in die Berufsausbildung, Austritte ohne unmittelbare Anschlusslösung oder Unterbrüche durch das Einschalten von Auslandsemestern. Austritte aus dem Gymnasium bedeuten nicht zwingend ein Scheitern, sondern sind Ausdruck der grösseren Durchlässigkeit auf der Sekundarstufe II und auf der Tertiärstufe.

Verantwortlich

Sybille Bayard

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