Bildungsplanung

Befragung von Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger an der Volksschule im Kanton Zürich (2011-2012)

Zurück zur Übersicht

Die hier archivierten Informationen und Dokumente widerspiegeln den Stand der Dinge zum Zeitpunkt, als das Projekt abgeschlossen worden ist (Juli 2012).

Ausgangslage und Projektauftrag

Die berufliche Tätigkeit als Lehrperson an der Volksschule ist anspruchsvoll. Dies gilt auch und gerade für die Phase des Berufseinstiegs, auch wenn die heutige Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich während des ganzen Studiums einen hohen Praxisanteil aufweist. Bildungsrat und Bildungsdirektion waren interessiert zu erfahren, wie Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger den Beginn ihrer Berufstätigkeit bewältigen und wie gut sie sich aufgrund ihrer Ausbildung für die Arbeit als Lehrperson vorbereitet fühlen.

Um diese Fragen zu klären, hat der Bildungsrat die Bildungsplanung am 20. Juni 2011 angewiesen, eine Befragung von Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern an der Volksschule im Kanton Zürich in Auftrag zu geben. Diese wurde im Januar 2012 mittels einer Online-Vollerhebung durchgeführt. Befragt wurden Absolventinnen und Absolventen der Pädagogischen Hochschule Zürich, die ihr Studium 2009 abgeschlossen haben. Im Zentrum standen einerseits Fragen zur Vorbereitung auf den Berufseinstieg durch die Pädagogische Hochschule, anderseits Fragen zur konkreten Ausprägung der Berufseinführungsphase sowie zur aktuellen Berufssituation.

Befragungskonzept und Fragebogen wurden mit einer Begleitgruppe vorbesprochen, in der neben der Bildungsdirektion die PH Zürich, der Fachhochschulrat sowie die Verbände der Schulpräsidentinnen und Schulpräsidenten, der Schulleitenden und der Lehrpersonen vertreten waren. Diese Begleitgruppe war auch in die Beratung des Entwurfs des Schlussberichts einbezogen.

Projektergebnisse

Die Ergebnisse der Befragung sind in der Studie «Der anspruchsvolle Weg zum Lehrerinnen- und Lehrerberuf» zusammengestellt, der am 6. Juli 2012 anlässlich einer Medienkonferenz publiziert wurde.

Die Auswertung der 345 eingegangenen Antworten zeigt, dass sich die Abgängerinnen und Abgänger der PH Zürich für die Arbeit im Schulfeld grundsätzlich gut gerüstet fühlen. Entsprechend positiv wurden die in der Ausbildung erworbenen beruflichen Kompetenzen zwei Jahre nach Studienabschluss eingeschätzt. Die Junglehrerinnen und Junglehrer zeigten sich überdies zufrieden mit ihrer Berufswahl. Gegen neunzig Prozent der Befragten gaben an, sie würden interessierten jungen Menschen raten, den Lehrberuf ebenfalls zu ergreifen. Die Befragung machte zudem deutlich, dass die Berufseinstiegsphase für Junglehrerinnen und Junglehrer eine grosse Bedeutung hat. Zwei Drittel von ihnen geben an, dass für sie vor allem die Fachbegleitung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen vor Ort zentral war. Auf diese Weise konnten die Berufseinsteigerinnen und -einsteiger ihre Kompetenzen namentlich in der Elternarbeit und in der Funktion als Klassenlehrperson steigern. Die Berufseinstiegsphase sollte künftig aber noch besser genutzt werden.

Mit den Ergebnissen der Befragung von Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern wurde eine Grundlage geschaffen für die PH Zürich, um zu prüfen, wie unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Schulfeldes die berufspraktischen Aspekte in der Aus- und Weiterbildung weiterentwickelt werden können.

Zurück zur Übersicht