Bildungsplanung

Belastung - Entlastung im Schulfeld (2009-2014)

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Die hier archivierten Informationen und Dokumente widerspiegeln den Stand der Dinge zum Zeitpunkt, als das Projekt abgeschlossen wurde (März 2014).

Ausgangslage und Projektauftrag

Foto: Martina Meier, Zürich
Foto: Martina Meier, Zürich

Unsere Gesellschaft verändert und entwickelt sich laufend. Dies hat Auswirkungen auf das Bildungswesen. Gleichzeitig steht das Bildungswesen auch für die Zukunft. Weiterentwicklungen und Innovationen sind deshalb unabdingbar. Viele Akteure im Schulfeld sehen sich durch die Veränderungen der letzten Jahre aber erheblich belastet, vor allem in den Volksschulen. Die Bildungsdirektion hat deshalb im Sommer 2009 das Projekt «Belastung – Entlastung im Schulfeld» gestartet. Die Arbeitssituation von Lehrpersonen, Schulleitungen und Schulbehörden sollte dabei ebenso verbessert werden wie das Zusammenspiel der an der Volksschule beteiligten Akteure. Gemäss Projektauftrag waren dafür organisatorische und politische Gestaltungsräume auf kantonaler, kommunaler und schulischer Ebene zu nutzen. Nicht in Frage gestellt werden durften indes die zentralen Elemente des Volksschulgesetzes aus dem Jahr 2005 (Schulleitungen, Blockzeiten, integrative Förderung, Tagesstrukturen). Zudem war bei der Suche nach Entlastungsmassnahmen das Prinzip der Kostenneutralität zu beachten.

Projektergebnisse

Am Projekt beteiligt waren neben der Bildungsdirektion und der Pädagogischen Hochschule Zürich die Verbände der Lehrpersonen (LKV, SekZH, vpod, ZLV), der Schulleiterinnen und Schulleiter (VSLZH), der Schulpräsidentinnen und Schulpräsidenten (VZS) sowie der Schulverwaltungen (VPZS). In einem ersten Schritt analysierten deren Vertreterinnen und Vertreter in der Projektgruppe die Belastungssituation und skizzierten Entlastungsansätze. Zu diesem Zweck führte die externe Projektleitung zwischen September und November 2009 Erhebungen, Hearings und Interviews durch. Einbezogen waren mit Ausnahme der Schülerinnen und Schüler alle Beteiligten der Volksschule. Auf dieser Grundlage erstellte die Projektgruppe einen Zwischenbericht zuhanden der Bildungsdirektorin. Die darin skizzierten Entlastungsvorschläge wurden in der Folge zwischen Januar und Juni 2010 geprüft und konkretisiert. Im Schlussbericht vom 15. Juli 2010 sind diese detailliert dargestellt. Am 17. September 2010 wurden die Entlastungsvorschläge der Öffentlichkeit präsentiert und für die Umsetzung an die zuständigen Stellen in der Verwaltung weitergeleitet.

Am 17. März 2014 hat der Bildungsrat das Projekt formell abgeschlossen. Im Zuge der Umsetzungsarbeiten wurden verschiedene Vorschläge der Projektgruppe realisiert. So wurde z.B. Gestaltungspool flexibilisiert, um Lehrpersonen gezielt entlasten zu können. Zudem wurde die Mitarbeiterbeurteilung vereinfacht. In diesen Zusammenhang gehört auch der Schulversuch «Fokus Starke Lernbeziehungen», in welchem die Anzahl Lehrpersonen pro Klasse auf zwei reduziert wird. Dadurch soll der Aufwand für Koordination und Absprachen verringert werden. Nicht umgesetzt wurde demgegenüber der Vorschlag, die Anzahl der Elterngespräche in Kindergarten und 1. Klasse sowie die Anzahl der Zeugnisse von der 2. bis zur 5. Klasse der Primarschule zu reduzieren. Auch auf die Reduktion der Lektionenzahl für Schülerinnen und Schüler, um Klassenlehrpersonen zu entlasten, wurde nach einer Vernehmlassung verzichtet. Ungeachtet dessen hat das Projekt «Belastung – Entlastung im Schulfeld» den Blick für die Belastungssituation im Arbeitsfeld Volksschule bei allen Beteiligten geschärft.

Dokumente

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