Frühe Kindheit

Fachkonzept «Frühe Sprachbildung»

Bild Fachkonzept Frühe Sprachbildung
Abb.: Fachkonzept «Frühe Sprachbildung»

Sprache ist der "Schlüssel zur Welt" und zentrale Voraussetzung für Bildungs- und Integrationschancen. Die Bildungsdirektion Kanton Zürich will deshalb die frühe Sprachbildung in allen wichtigen Lebenswelten von Kindern bis vier stärken – in Familien, Tagesfamilien, Kitas und Spielgruppen.

Sie stützt sich dabei auf das Fachkonzept „Frühe Sprachbildung“ der Pädagogischen Hochschule Thurgau und des Marie Meierhofer Instituts für das Kind. Darin werden das Grundverständnis der frühen Sprachbildung beschrieben, die wissenschaftlichen Grundlagen dargestellt, zentrale Leitlinien sowie konkrete Merkmale erfolgreicher früher sprachlicher Bildung formuliert. Das Konzept ist abgestimmt auf den Orientierungsrahmen für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung in der Schweiz.

Alltagsintegrierte Sprachbildung

Frühe Sprachbildung wirkt dann am besten, wenn sie alltagsintegriert erfolgt und bei der unmittelbaren, natürlichen Lebenswelt des Kindes ansetzt. Die sechs Leitlinien zur frühen Sprachbildung machen deutlich, was das konkret bedeutet. Im Zentrum geht es dabei um die Frage, wie Erwachsene kleine Kinder im Alltag aufmerksam begleiten und in ihrer sprachlichen Entwicklung unterstützen können – ob die Kinder nun ein- oder mehrsprachig aufwachsen, ob der Alltag gerade zu Hause oder in einer familienergänzenden Institution stattfindet. Die Leitlinien sind keine einfachen Handlungsanweisungen, sondern bieten Fachpersonen vielmehr Grundlagen zur Reflexion und Weiterentwicklung der alltagsintegrierten Sprachbildung.

Fachliches Referenzwerk

Das Fachkonzept richtet sich hauptsächlich an Personen, die sich auf einer konzeptionellen Ebene mit der frühen Sprachbildung beschäftigten. Dazu gehören Verantwortliche in der Bildung- und Sozialverwaltung, in Verbänden, frühpädagogischen Einrichtungen, Wissenschaft und Politik. Nicht direkt angesprochen sind unmittelbare Bezugspersonen wie Eltern oder Spielgruppenleiterinnen. Für diese Personenkreise werden auf der Grundlage dieses Konzepts praxisnahe Materialien wie Kurzfilme und Empfehlungen erarbeitet.

Gedruckte Fassungen können per E-Mail bei bildungsplanung@bi.zh.ch bestellt werden.

Verantwortlich

Natali Pesic