Coronavirus – Informationen für Schulen, Kitas und Heime

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Präsenzunterricht ab dem 11. Mai 2020

Die Bildungsdirektion begrüsst den Entscheid des Bundesrates, dass der Präsenzunterricht ab dem 11. Mai unter gewissen Bedingungen an der obligatorischen Schule wieder möglich ist.

An der Medienkonferenz am 30. April 2020 nahm die Bildungsdirektion zu den Entscheiden des Bundesrats Stellung und zeigte auf, wie der Präsenzunterricht unter den Vorgaben des Bundes ermöglicht und gleichzeitig die Gesundheit der Lehrpersonen sowie der Kinder und Jugendlichen bestmöglich geschützt werden kann.

Informationen für die Volksschulen

Informationen zur schrittweisen Wiedereinführung des Präsenzunterrichts in den Volksschulen finden Sie auf der Seite des Volksschulamts:

Informationen für die Mittel- und Berufsfachschulen

Wieso startet das Untergymnasium erst am 8. Juni?

Das Untergymnasium ist – wie das Gymnasium – ein freiwilliges Angebot und keine obligatorische Schule wie die Volksschule. Deshalb starten die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der Unter- und Oberstufe gemeinsam.

Gibt es bereits ein Schutzkonzept für die Mittel- und Berufsfachschulen?

Der Bundesrat hat das Schutzkonzept für die Sekundarstufe II am 13. Mai beschlossen. Aufgrund dieses Schutzkonzeptes werden derzeit die kantonalen Vorgaben erarbeitet.

Wieso verzichtet Zürich auf die Maturitätsprüfungen und die Abschlussprüfungen an den Fachmittelschulen?

Der Kanton Zürich folgt damit den Empfehlungen der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK). Der Bundesrat hat es den Kantonen am 29. April freigestellt, dies jeweils selber zu entscheiden. Der Kanton Zürich hat sich aus verschiedenen Gründen dazu entschlossen, dieses Jahr keine Maturprüfungen durchzuführen. Der wichtigste Grund ist die Chancengerechtigkeit, die in den Wochen des Fernunterrichts nicht gewährleistet gewesen ist: Die einzelnen Schülerinnen und Schüler haben zu Hause nicht die gleichen Voraussetzungen und Bedingungen gehabt, um sich auf die Maturitätsprüfungen vorzubereiten.

Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich hat aus denselben Gründen wie für die Absage der Maturitätsprüfungen am 8. Mai beschlossen, keine Abschlussprüfungen an den Fachmittelschulen durchzuführen. Des Weiteren finden auch keine Präsentationen der Fachmaturitätsarbeiten statt.

Bedeutet der Verzicht auf die Maturaprüfungen ein Nachteil in Bezug auf den Zugang zu den Hochschulen?

Nein, der Zugang zu den Hochschulen ist auch für die diesjährigen Zürcher Maturandinnen und Maturanden vollumfänglich gewährleistet. Die Rektorate der Zürcher Hochschulen UZH, PHZH und ZHAW wurden im Vorfeld zur Stellungnahme eingeladen; sie unterstützen den Verzicht auf die Maturitätsprüfungen voll und ganz.

Sind die diesjährigen Maturandinnen und Maturanden benachteiligt gegenüber den letztjährigen?

Nein, im Gegenteil. Gemäss den Hochschulverantwortlichen ist das Wichtigste an der Studierfähigkeit nicht das Fachwissen, sondern die Fähigkeit, selbstorganisiert zu arbeiten. Diese Kompetenz haben sich die diesjährigen Maturandinnen und Maturanden im Fernunterricht erarbeitet.

Weshalb finden keine kantonalen Prüfungen der eidgenössischen Berufsmaturität statt?

Der Bundesrat hat dies am 29. April so beschlossen. Diese Regelung gilt für die gesamte Schweiz; der Kanton Zürich kann sie problemlos umsetzen.

Haben diejenigen, die dieses Jahr ihre Lehre abschliessen, Nachteile?

Nein. Die Lernenden erhalten wie jeder Jahrgang ein Schulzeugnis, ein Lehrzeugnis des Betriebs und nach bestandenem Qualifikationsverfahren (QV) ein eidgenössisches Berufsattest bzw. ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis. Auf einen Vermerk zu Covid-19 wird im Semesterzeugnis verzichtet.

Qualifikationsverfahren (Lehrabschlussprüfungen)

Finden die Qualifikationsverfahren (vormals: Lehrabschlussprüfungen) dieses Jahr trotz Corona statt?

Ja, die Qualifikationsverfahren finden schweizweit statt. Die betreffenden Jugendlichen können ihre berufliche Grundbildung im Sommer abschliessen. Sie erhalten ein anerkanntes eidgenössisches Fähigkeitszeugnis bzw. Berufsattest. Der Bundesrat hat eine entsprechende Verordnung am 16. April in Kraft gesetzt; sie gilt bis 16. Oktober 2020.

Gibt es schriftliche und mündliche Prüfungen?

Die schulischen Abschlussprüfungen entfallen dieses Jahr; stattdessen werden Erfahrungsnoten berücksichtigt. Je nach Beruf gibt es eine praktische Prüfung oder eine Beurteilung der praktischen Leistungen durch den Lehrbetrieb. Die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfohlenen Schutzmassnahmen werden dabei eingehalten.

Fragen und Antworten rund um das Coronavirus (COVID-19)

Symptome, gefährdete Personen

Was sind Krankheitssymptome, die auf eine Corona-Erkrankung hinweisen könnten?

Im Vordergrund stehen:

  • Husten (meist trocken)
  • Halsschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Fieber, Fiebergefühl
  • Muskelschmerzen
  • plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns

Selten sind:

  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Symptome
  • Bindehautentzündung
  • Schnupfen

Bei Erkrankung und im Zweifelsfall soll man eine ärztliche Fachperson konsultieren.
 

Wer gehört zur Gruppe der sogenannten Risikopersonen?

Personen ab 65 Jahren und Erwachsene mit einer dieser Vorerkrankungen sind besonders gefährdet:

  • Bluthochdruck
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Diabetes
  • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebs
    Zu beachten sind die Präzisierungen im Anhang 6 der Covid-19-Verordnung 2

Das Corona-Virus bedeutet für Kinder mit Immunschwäche, Asplenie, Leukämie, rheumatischen Erkrankungen, Herzleiden etc. kein zusätzliches Risiko. Diese Kinder sind deswegen nicht empfänglicher auf Covid-19 und erkranken auch nicht schwerer als Kinder ohne Vorerkrankungen. Das Gleiche gilt für gut eingestellte Diabetiker und Asthmatiker. Dazu kommt, dass diese Kinder mit ihren Medikamenten und vorbeugenden Massnahmen sehr gut begleitet sind und sich sehr gut betreffend Schutz und Hygiene auskennen.
Das BAG hält fest: „Gemäss bisherigen Daten und Erfahrungen gibt es im Gegensatz zu den Erwachse-nen keine besonders gefährdeten Personengruppen für Covid-19 bei Kindern, bei denen zusätzliche Schutzmassnahmen nötig sind."
 

Sind Schwangere besonders gefährdet?

Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass gesunde schwangere Frauen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Schwangere sollten sich jedoch möglichst vor einer Infektion mit dem neuen Coronavirus schützen. Denn eine akute Krankheit – insbesondere Husten und Fieber – kann den Verlauf einer Schwangerschaft beeinflussen.
Es gibt derzeit keinen Hinweis darauf, dass sich Babys während der Schwangerschaft mit dem neuen Coronavirus infizieren, wenn ihre Mutter vor der Geburt an COVID-19 erkrankt ist. Zudem wurden bisher in Fruchtwasser oder Muttermilch keine Coronaviren nachgewiesen.
Allerdings könnten sich Neugeborene über Tröpfchen (Husten, Niesen, Küssen) infizieren. Neugeborene können zwar erkranken, es besteht jedoch aktuell kein Hinweis darauf, dass sie ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben.
 

Was gilt, wenn Kindern mit gefährdeten Personen im gleichen Haushalt leben?

Da Kinder eher schlechte Überträger sind, ist das Risiko einer Ansteckung der Eltern durch das Kind bei Wieder-aufnahme des Präsenzunterrichts nicht höher als jetzt. Die Kinder sollen wie alle andern zur Schule; die Umsetzung des BAG-Schutzkonzeptes ist auch für sie ausreichend. Wenn Vorsichtsmassnahmen getroffen werden müssen, dann im betroffenen Elternhaus. Gegebenenfalls muss sich der Risiko-Elternteil isolieren oder spezielle Schutzmassnahmen ergreifen.

Das BAG hält dazu fest: Grundsätzlich sollen diese Kinder zur Schule gehen können. Für diese Situationen müssen die Schulen individuelle Lösungen auch gemäss Personalrecht finden. Der enge Kontakt unter häuslichen Bedingungen ist für die Übertragung anders einzuschätzen als der Kontakt im schulischen Setting. Ebenfalls sollte die Einschätzung des behandelnden Arztes berücksichtigt werden und ggf. individuelle Schutzlösungen zu Hause gefunden werden.“

Hygienemassnahmen

Was sind die Vorschriften oder Empfehlungen zur Hygiene und zum Gesundheitsschutz im Schulbetrieb?

Gemäss Vorgaben des BAG (Ziff. 4.4) gilt unter anderem:

  • empfohlene allgemeine Hygieneregeln für alle Personen, die in einem Schulhaus verkehren (Hände-, Gegenstands- und Oberflächenhygiene; kein Händeschütteln).
  • Kinder teilen weder Essen noch Getränke
  • Hygienestationen (Waschbecken mit Flüssigseifenspender* und Einmalhandtüchern) an sensiblen Punkten wie Schulhaus-/Schulzimmereingang, Lehrerzimmer, Bibliothek etc.
  • Oberflächen und Apparaturen wenn möglich mehrmals täglich reinigen alle Räume regelmässig und ausgiebig lüften (sicher nach jeder Unterrichtsstunde)
  • Erwachsene, die nicht direkt im Schulbetrieb involviert sind (also auch Eltern) sollen das Schulareal meiden

* Gemäss Fachleuten kann vom Einsatz von Desinfektionsmitteln abgesehen werden. Kinder waschen ihre Hände mit Seife; herkömmliche Flüssigseife und Reinigungsmittel genügen vollkommen.
Hand-Desinfektionsmittel kommen gegebenenfalls im Lehrerzimmer oder in Räumlichkeiten zum Einsatz, in denen mit Gegenständen hantiert wird und wo man sich nicht gleich danach die Hände waschen kann.
 

Gibt es spezielle Vorschriften oder Empfehlungen für den Betrieb der Tagesstrukturen und Mittagstischen?

Ja, es gelten die Vorgaben für die Schulen. Zudem schreibt das BAG vor:

  • Für die Mahlzeitenausgabe für die Schülerinnen und Schüler sollten zusätzlich besondere Hygienemassnahmen eingehalten werden:
  • keine Essens-Selbstbedienung, ebenfalls keine eigene Besteckbedienung
  • möglichst zeitlich gestaffeltes Personenaufkommen
  • Schutzeinrichtungen für das auszugebende Essen und das bedienende Personal (z.B. Plexiglasscheiben).
     

Sollen oder müssen sich Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler mit Masken schützen?

Es gibt diesbezüglich weder Bundes- noch kantonale Vorschriften. Auszug aus den Vorgaben des BAG: „Das präventive Tragen von Masken ist in diesem Setting keine sinnvolle Massnahme. Allerdings sollen Masken im Schulhaus zur Verfügung stehen für gewisse Situationen (Person wird im Schulhaus symptomatisch, Gebrauch für Heimweg respektive etwaige Warteperiode im Schul-haus)“.
Die Schulen beziehen die Masken für die obgenannten Ausnahmesituationen auf dem freien Markt.
Für den Schulweg sind nach wie vor die Eltern verantwortlich.
 

Gibt es bezüglich Turn- oder Schwimmunterricht etwas Spezielles zu beachten?

Es gibt über die für Schulen geltenden Hygienemassnahmen hinaus keine besonderen Vorschriften. Klar ist: der Aufenthalt im Wasser und Schwimmen stellen kein spezielles Problem dar, da Viren nicht übers Wasser übertragen werden können.

Krankheitsfälle in Schulen

Was muss unternommen werden, wenn ein Kind oder Jugendlicher im Schulbetrieb erkrankt?

Die Eltern sind umgehend zu informieren, dass sie ihr Kind abholen. Bis die Eltern da sind, soll sich das Kind in einem geschützten Raum aufhalten. Betreuungspersonen sollen 2 Meter Abstand halten auch gegenüber den abholenden Eltern. Oberflächen in der Betreuung oder Schule sind mit einem normalen Reinigungsmittel zu reinigen, Stoffe zu waschen.

Wer muss informiert werden, wenn ein Kind am Coronavirus erkankt ist?

1. Die Schulleitung informiert die Eltern der betroffenen Gruppe/Klasse, dass ein Kind an Covid-19 erkrankt ist. Sowohl die Lehrperson wie die Kinder der gleichen Gruppe/Klasse müssen nicht in Selbstquarantäne, weil solche Kontakte im Schulsetting nicht als „enge Kontakte“ bezeichnet werden*. Sie sollen jedoch auf ihren Gesundheitszustand achten. Hingegen muss das Covid-19 erkrankte Kind in Selbstisolation und die Familienmitglieder (Eltern und Geschwister) in Selbstquarantäne, weil sie die „engen Kontakte“ sind. Dasselbe gilt für eine erkrankte Lehrperson.
2.) Treten hingegen gehäuft Covid-19-Erkrankungen in einer Gruppe / Klasse auf, so muss gemäss der Definition „enge Kontakte“ vorgegangen und eine Quarantäne bei Lehrperson bzw. Kinder der gleichen Gruppe / Klasse umgesetzt werden.
3.) Sowohl für das erwachsene Schulpersonal wie auch für Schulkinder gilt, dass wer die Schule besucht keine Krankheitszeichen ausweisen darf, und es gelten für alle in der Schule die Massnahmen der Selbstisolation und –quarantäne.

*Das BAG hält dazu fest: "Das Miteinander der Kinder im schulischen Setting wird nicht als enger Kontakt definiert. Falls jedoch gehäufte Fälle im schulischen Setting vorkommen, muss gemäss der Definition enger Kontakt vorgegangen und eine Quarantäne umgesetzt werden. Insbesondere sollten für diese Situation auch Konzepte bestehen, wie definierte Gruppen innerhalb der Schule voneinander getrennt werden können um das weitere Auftreten von Fällen zu verhindern."

Wer ist zu informieren, wenn im Haushalt einer Lehrperson oder eines Kindes/Jugendlichen eine Person am Coronavirus erkrankt ist?

Wenn im Haushalt einer Lehrperson oder eines Kindes / Jugendlichen eine Person an Covid-19 erkrankt ist, dann muss die Lehrperson bzw. das Kind / Jugendlicher in Selbst-Quarantäne. Eine Information darüber ist nur an die Schulleitung zu richten, dass die besagte Lehrperson oder Kind / Jugendlicher 10 Tage in Selbst-Quarantäne bleiben muss und deshalb beim Unterricht fehlt. Weiter Personen, z.B. Team der Lehr- und Betreuungspersonen oder die Eltern der anderen Kindern / Jugendlichen derselben Gruppe / Klasse müssen nicht orientiert werden, weil für sie zu keinem Zeitpunkt ein Ansteckungsrisiko vorhanden war.

Bei einem Corona-Fall in der Familie der bleibt die Lehrperson oder die Schülerin/der Schüler mit der ganzen Familie in Quarantäne von 10 Tagen. Entwickelt sie keine Symptome in dieser Zeit, darf sie nach 10 Tagen wieder in die Schule oder Betreuung.
Merkblätter zu Selbstisolation und Selbstquarantäne.


 

Informationen für Kindertagesstätten (Kitas)/Krippen und Spielgruppen

Fragen und Antworten (Stand 20.05.2020)

Wer soll Kitas und Tagesfamilien in der aktuellen Situation in Anspruch nehmen?

Der Regierungsrat hat in seiner Verordnung vom 18. März 2020 familienergänzende Betreuungsplätze insbesondere für Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufen vorgesehen. Die Verordnung ist gültig bis Ende April. Per 1. Mai 2020 wird diese empfohlene Einschränkung aufgehoben. Ab diesem Zeitpunkt stehen die Betreuungsplätze somit wieder allen Eltern offen. Es ist davon auszugehen, dass das familienergänzende Betreuungsangebot ab dem 11. Mai 2020 (Wiedereröffnung der öffentlichen Schulen) wieder vollumfänglich zur Verfügung steht und von allen Eltern in Anspruch genommen werden kann.

Weitere Informationen wie z. B. ein Muster-Schutzkonzept finden Sie auf der Website von kibesuisse.

Wer kommt für den finanziellen Schaden der Kitas und Tagesfamilien auf?

Gestützt auf die Kantonsverfassung hat der Regierungsrat eine Notverordnung erlassen, um die Kitas und Tagesfamilienorganisationen finanziell zu unterstützen. Gemäss dieser Verordnung werden 80% des Schadens von Kitas und Tagesfamilien, die einer Tagefamilienorganisation angehören, aufgrund entgangener Elternbeiträge gedeckt. Dabei übernehmen Kanton und Gemeinden die Kosten je zur Hälfte.

Die noch ungedeckten 20% der Ausfälle können entweder von den Kitas übernommen werden, durch Elternbeiträge oder durch zusätzliche Finanzierung der Standortgemeinden gedeckt werden. Da die Verantwortung für die familienergänzende Betreuung im Kanton Zürich bei den Gemeinden liegt, haben einzelne Gemeinden bereits entschieden, die Betreuungsinstitutionen zusätzlich zu finanzieren.

Selbständige Tagesfamilien haben die Möglichkeit, bei der SVA Zürich Entschädigung für Selbständigerwerbende zu beantragen.

Welcher Schaden wird gedeckt?

Es werden 80% des Schadens von Kitas und Tagesfamilien, die einer Tagefamilienorganisation angehören, aufgrund entgangener Elternbeiträge gedeckt. Als entgangen gelten Elternbeiträge, welche die Eltern, die ihr Kind trotz bestehendem Betreuungsvertrag nicht betreuen lassen oder nicht betreuen lassen können, den Trägerschaften von Kitas und Tagesfamilienorganisationen schulden bzw. schulden würden, wenn die Betreuung erfolgt wäre. Werden Elternbeiträge, die geleistet wurden, obwohl die Eltern ihre Kinder zu Hause betreuten, von den Trägerschaften zurückerstattet, gelten diese ebenfalls als entgangene Elternbeiträge.

Die Ausfallentschädigung kann für die Dauer vom 16. März 2020 bis 10. Mai 2020 beantragt werden. Von den entgangenen Elternbeiträgen wird folgendes abgezogen:

  • Ersatzleistungen der Sozialversicherungen an die Lohnkosten
  • Versicherungsleistungen wie z. B. Krankentaggelder
  • Andere Erträge (z. B. Arbeitgeberbeiträge an die Betreuung, die weiterbezahlt werden, oder Spenden)
  • Entfallene Ausgaben, insbesondere für die Verpflegung der Kinder in der Kita bzw. durch die Tagesfamilie

Die entgangenen Erträge allfälliger Zusatzangebote (z. B. spezielle Sprachförderung) können nicht abgegolten werden. Auch entgangene Gewinne werden nicht gedeckt.

Sollen Kitas und Tagesfamilien seit 16. März ungenutzte Betreuungsplätze in Rechnung stellen, wenn die Eltern ihre Kinder zu Hause betreut haben?

Kitas und Tagesfamilienorganisationen können für 80% des Schadens aufgrund entgangener Elternbeiträge eine Ausfallentschädigung beantragen. Die noch ungedeckten Ausfälle können entweder von der Kita übernommen werden, durch Elternbeiträge oder durch zusätzliche Beiträge der Standortgemeinden gedeckt werden. Elternbeiträge können in der Höhe von max. 20% ohne Kürzung der Ausfallentschädigung, d.h. bis der Ausfall gedeckt ist, in Rechnung gestellt werden.

Wie, wo und ab wann können die Trägerschaften der Kitas und der Tagesfamilienorganisationen, die Entschädigung beantragen?

Die Ausfallentschädigung wird nur auf Gesuch hin ausgerichtet. Für die Gesuchsprüfung, Berechnung und Auszahlung der Ausfallentschädigung sind die Gemeinden zuständig, da diese im Kanton Zürich Bewilligungs- und Aufsichtsorgane sind.

Wie der Vollzug im Detail aussieht, wird momentan erarbeitet. Dazu folgen demnächst weitere Informationen. Wir bitten Sie um Geduld.

Wie müssen die Gemeinden bei der Abwicklung vorgehen?

Der Kanton wird den Gemeinden die nötigen Prozessabläufe und Formulare zur Verfügung stellen und sie bei Umsetzungsfragen beraten. Nach Erstattung der Ausfallentschädigung an die Kitas und Tagesfamilienorganisationen können die Gemeinden den kantonalen Anteil beantragen.

Zurzeit stehen sowohl die definitive Genehmigung der Verordnung durch den Kantonsrat, als auch die Vorlage des Bundesrats aus. Sobald in diesen beiden Punkten Klarheit herrscht, können die notwendigen Dokumente, Handlungsanweisungen sowie Informationen zur Verfügung gestellt werden. Wir bitten Sie um Geduld.

Sollen Kitas Kurzarbeit anmelden?

Das muss im Einzelfall geklärt werden werden. Weitere Informationen finden Sie beim Amt für Wirtschaft und Arbeit.

Eine Kita-Betreuungsperson, ein Kind oder ein Elternteil wurde positiv getestet. Wie ist vorzugehen?

Wir verweisen grundsätzlich auf die Empfehlungen des BAG im Umgang mit Erkrankten und ihren Kontakten.

Wurde ein Kind positiv getestet, bleibt es sowie alle im gleichen Haushalt lebenden Personen zu Hause und steht unter Quarantäne. Angesichts des geringen Übertragungs- und Krankheitsrisikos bei Kindern ist die Quarantäne der ganzen Kita/Kitagruppe nicht notwendig.

Werden mehr als zwei Kinder in einem Abstand von weniger als 10 Tagen in derselben Gruppe positiv getestet, oder ist eine Betreuungsperson positiv getestet, prüft die Kantonsärztin resp. der Kantonsarzt, ob die Quarantäne einer Kita/Kitagruppe notwendig ist. Die erkrankte Betreuungsperson sowie alle im gleichen Haushalt lebenden Personen stehen unter Quarantäne.

Die zuständige Gemeinde ist über einen positiv getesteten Fall zu informieren.

Ab welchem Zeitpunkt dürfen Spielgruppen wieder öffnen?

Die Bildungsdirektion kann zu dieser Frage nur Empfehlungen aussprechen. Sie besitzt gegenüber Spielgruppen kein Weisungsrecht. Die Bildungsdirektion erachtet eine Wiedereröffnung ab dem 11. Mai (d.h. zusammen mit den Schulen und Ausbildungsstätten) als sinnvoll. Wie bei allen Angeboten, die wieder geöffnet werden, sorgt ein Schutzkonzept dafür, dass die BAG-Verhaltensregeln konsequent umgesetzt und insbesondere Risikopersonen zuverlässig vor einer Ansteckung geschützt werden können. Es ist darauf hinzuweisen, dass anlässlich des "Point de Presse Coronavirus" vom 24. April 2020 seitens des Bundes offenbar die Auffassung vertreten wurde, dass die Spielgruppen nie geschlossen werden mussten.

Wie werden Spielgruppen für ihre Betriebsausfälle während der Schliessung entschädigt?

Die Frage der Entschädigung von Spielgruppen für entgangene Verdienstausfälle ist bisher nicht geklärt. Wir verweisen auf das „Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen“ des Bundes:

Der Schweizerische SpielgruppenleiterInnenverband hat zu dieser Frage ein Positionspapier erarbeitet. Wir unterstützen dieses koordinierte Vorgehen.

Informationen für Kinder- und Jugendheime und Anbietende sozialpädagogischer Familienhilfe

Fragen und Antworten (Stand 14.05.2020)

Gibt es spezialisierte Personen bei der Gesundheitsdirektion, insbesondere zur besonderen Situation von Heimen Auskunft erteilen können?

Die Bildungsdirektion bereitet die Informationen auf dieser Website regelmässig neu auf.

Für medizinische Fragen zum Coronavirus steht das Ärztefon der Gesundheitsdirektion zur Verfügung: 0800 33 66 55.

Gibt es spezifische Merkblätter oder Weisungen für Kinder- und Jugendheime zur ausserordentlichen Corona-Situation?

Da sich die Anordnungen und Empfehlungen des BAG, der Gesundheitsdirektion und der Bildungsdirektion laufend den Gegebenheiten anpassen, werden keine Merkblätter für Kinder- und Jugendheime erstellt. Entsprechende Informationen erhalten Sie auf dieser Website sowie über regelmässig versendete Sondernewsletter.

Wie können Kinder in einer Quarantänesituation angemessen betreut werden?

Kinder, die sich in Quarantäne befinden, weil sie selber erkrankt sind oder Kontakt mit einer erkrankten Person hatten, sind nach Möglichkeit räumlich von den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern abzugrenzen. Besuche von Eltern sind in einer Quarantänesituation nicht erlaubt. Die Kinder müssen vom Betreuungspersonal gemäss den verschärften Hygiene- und Verhaltensvorschriften betreut, gepflegt und beschäftigt werden.

Ist es möglich, dass Mitarbeitende in der Betreuung zusammen mit den betroffenen Kindern in der Institution in Quarantäne gehen?

Das AJB empfiehlt den Trägerschaften, dass die Betreuungspersonen wenn möglich weiterhin im Schichtbetrieb arbeiten und jeweils nach Ende ihrer Schicht abgelöst werden.

Sollte es sich im Ausnahmefall als mögliche Lösung herausstellen, dass Mitarbeitende gemeinsam mit den zu betreuenden Kindern in Quarantäne gehen, ist das Einverständnis der Mitarbeitenden Voraussetzung. In diesem Fall wäre darauf zu achten, dass die betroffenen Mitarbeitenden trotz Quarantäne vor Ort angemessene Ruhezeiten einhalten können.

Was passiert, wenn Jugendliche unter Quarantäne die Einrichtung verlassen?

Die Heimleitung hat dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche, die unter Quarantäne gestellt sind, diese auch einhalten. Entfernen sich betroffene Kinder oder Jugendliche aus der Einrichtung, bleibt es der Heimleitung überlassen, sich allenfalls für einen Ausschluss oder weitere Konsequenzen zu entscheiden.

Falls in einem Kinder- und Jugendheim ein am Coronavirus erkranktes Kind betreut werden muss: Wo kann das Material (Masken, Ganzkörperanzüge etc.) für das pflegende Betreuungspersonal beschafft werden?

Für entsprechendes Schutzmaterial und Anleitungen, wie dieses zu verwenden ist, wenden Sie sich bitte an den zuständigen Heimarzt resp. die zuständige Heimärztin.

Wie lauten die Empfehlungen zum Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern?

Die Betreuung von Säuglingen und Kleinkindern ist ohne Körperkontakt undenkbar. Säuglinge und Kleinkinder gehören grundsätzlich nicht zur Risikogruppe. Jedoch ist es möglich, dass auch sie sich mit dem Virus anstecken und diesen verbreiten. Für Institutionen mit dieser Zielgruppe gilt daher: Vulnerable Betreuungspersonen sind wenn immer möglich freizustellen (vgl. Empfehlungen des BAG für die Arbeitswelt).

Wie ist einem drohenden Personalmangel zu begegnen? Was passiert, wenn aufgrund der besonderen Situation die Belegungsvorgabe nicht mehr eingehalten werden kann?

Das AJB hat am 13. März 2020 per Sondernewsletter bekannt gegeben, dass die Anforderung, wonach 2/3 bzw. 75% des betreuenden Personals eine sozialpädagogische Ausbildung vorweisen müssen, ab sofort bis auf Weiteres gelockert wird, um Engpässe in der Betreuung zu vermeiden.

Nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ kann der Betreuungsschlüssel womöglich nicht mehr aufrechterhalten werden. In Anbetracht der Ausnahmesituation ist das AJB darauf angewiesen, dass Heimleitungen soweit wie möglich eigenverantwortlich betriebliche Entscheide fällen. Das AJB ist unverzüglich zu informieren, wenn der Betreuungsschlüssel nicht mehr eingehalten werden kann, insbesondere, wenn die Aufrechterhaltung des Betriebs gefährdet oder nicht mehr möglich ist.

Damit der Betrieb der Kinder- und Jugendheime sichergestellt werden kann, unterstützen das Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) und das Volksschulamt (VSA) Kinder- und Jugendheime mit Personal. Ein Team vermittelt AJB- und VSA-Mitarbeitende für einen vorübergehenden Betreuungseinsatz in einem Kinder- oder Jugendheim. Die Vermittlungsstelle nimmt ab sofort Ihre Unterstützungswünsche entgegen.

Falls ein Kinder- und Jugendheim geschlossen werden muss: Wer ist für die Unterbringung der betroffenen Kinder und Jugendlichen verantwortlich?

Das AJB als Aufsichtsbehörde trifft die zur Schliessung eines Heims erforderlichen Anordnungen. Es unterstützt nötigenfalls die Unterbringung der Minderjährigen.

Kann ein generelles Besuchsverbot ausgesprochen werden?

Das AJB hat im Sondernewsletter vom 13. März 2020 empfohlen, die Besuche von extern auf ein Minimum einzuschränken. Die Trägerschaften konnten nach eigenem Ermessen weiterführende Besuchsverbote aussprechen.

Ab dem 11. Mai 2020 sollen externe Besuche wieder durchgeführt werden, wo sinnvoll. Die Schutz- und Hygienemassnahmen sind dabei weiterhin unbedingt einzuhalten (Hände waschen, häufig benutzte Oberflächen regelmässig reinigen, den Abstand von 2 Metern wann immer möglich einhalten, vulnerable Mitarbeitende schützen, kranke Personen isolieren).

Auf den Wohngruppen sollen keine externen Besuche stattfinden, sondern weiterhin in den vorgesehenen Räumlichkeiten der Heime. Ausnahmen sind SchnupperInnen (für Stellenbesetzungen und Neu- bzw. Umplatzierungen), hierzu sind Besuche auf den Wohngruppen unabdingar.

Kann das Besuchsrecht von den Institutionen eingeschränkt oder unterbunden werden, auch wenn es von der KESB angeordnet wurde?

Ja, der Schutz der Kinder und Jugendlichen sowie des Heimpersonals hat Vorrang. Eine Einschränkung von externen Besuchen sollte den betroffenen Eltern bzw. dem/der Beistand/Beiständin im Vorfeld kommuniziert werden. Verbietet eine Institution externe Besuche, so sind die Eltern und der/die Beiständ/in darüber in Kenntnis zu setzen.

Können Kinder- und Jugendheime ihre internen Schul- und Bildungsangebote weiter aufrechterhalten?

Zeitgleich mit dem Schulstart am 11. Mai 2020 können die internen Schul- und Bildungsangebote ihren Betrieb wieder aufnehmen. Die Schutz- und Hygienemassnahmen sind dabei jedoch zwingend einzuhalten (genügend Abstand zwischen den Pulten/Arbeitsplätzen, häufig benutzte Oberflächen regelmässig reinigen, Hände waschen, vulnerable Mitarbeitende schützen, kranke Personen besuchen weder Unterricht noch Arbeitsplatz).

Wie werden zusätzliche Kosten gedeckt, die aufgrund der ausserordentlichen Lage anfallen?

Aufgrund der aktuellen Lage ist davon auszugehen, dass zusätzliche Kosten entstehen können, etwa im Bereich Personal oder Liegenschaften. Für Kinder- und Jugendheime, die staatsbeitragsberechtigt sind, sind solche begründeten Mehrkosten anrechenbar. Sie sind dem Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB)  bis Ende Juni 2020 per E-Mail zu melden und in der Schlussrechnung 2020 entsprechend separat auszuweisen. Bei den nichtstaatsbeitragsberechtigten Angeboten gehen solche Zusatzkosten grundsätzlich zulasten der Trägerschaft.

Dürfen Familienbesuche im Rahmen von sozialpädagogische Familienhilfen noch stattfinden?

Sozialpädagogische Familienhilfen (SPF) sind wichtige Kindesschutzmassnahmen, um problembelastete Familien in einer Krisensituation zu unterstützen und das Kindeswohl zu sichern. Insbesondere in der jetzigen ausserordentlichen Lage sind diese Familien und Kinder besonders gefährdet und auf Hilfe angewiesen. SPF sollen daher als Kindesschutzmassnahme weiter aufrechterhalten werden. Bei Familienbesuchen zuhause soll jedoch speziell auf die Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensvorschriften (Distanz) geachtet werden. Wenn Mitarbeitende oder Familienmitglieder Krankheitssymptome aufweisen oder zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen gehören, dürfen diese Familien nicht besucht werden. Als Alternative wird telefonischer Kontakt empfohlen.

Informationen zu Sonderpädagogik im Vor- und Nachschulbereich

Fragen und Antworten (Stand 12.05.2020)

Ab wann können sonderpädagogischen Massnahmen wieder im 1:1-Kontakt durchgeführt werden?

Der Bundesrat hat am 16. April 2020 beschlossen, personenbezogene Dienstleitungen mit Körperkontakt sowie den normalen Betrieb von ambulanten medizinischen Praxen ab dem 27. April 2020 wieder zu erlauben. Dementsprechend können ab diesem Zeitpunkt auch die sonderpädagogischen Massnahmen wieder im 1:1-Kontakt durchgeführt werden.

Kann die Förderung bzw. Therapien wieder in Kitas durchgeführt werden?

Gemäss Musterschutzkonzept von kibesuisse und pro enfance gelten folgende Empfehlungen für die Besuche und Förder- bzw. Therapiemassnahmen in den Kitas:

  • Besuche von Fachpersonen sind wichtig für die kindliche Entwicklung und werden deshalb unter den Schutzvorkehrungen gewährleistet.
  • Alle externen Personen halten sich an die Abstandsregeln und Hygienevorschriften des Bundes.
  • Die fachspezifischen Besuche erfolgen in gegenseitiger Absprache und werden von der Entwicklung und dem Wohl des Kindes sowie der Gruppensituation abhängig gemacht.

Dürfen Gruppentherapien bzw. -förderungen wieder stattfinden?

Ab 11. Mai 2020 können wieder Gruppentherapien bzw. -förderungen durchgeführt werden. Grundsätzlich gelten die Empfehlungen für Schutzmassnahmen für die Sonderpädagogik im Vor- und Nachschulbereich, wobei folgende Punkte besonders zu beachten sind:

  • Der Mindestabstand von zwei Metern muss zwischen den Erwachsenen (Fachpersonen, Eltern) eingehalten werden.
  • Der Abstand von zwei Metern zwischen Fachpersonen und Kindern soll - wenn möglich - eingehalten werden.
  • Zwischen den Kindern muss der Abstand nicht eingehalten werden.
  • Die Gruppenzusammensetzung soll konstant bleiben.
    Die Kinder sollen während einer allfälligen Znüni-Pause kein Essen und Trinken teilen.
  • Die Eltern sollen die Kinder allenfalls gestaffelt bringen und abholen und sich während der Gruppentherapie bzw. -förderung wenn möglich nicht in den Praxisräumlichkeiten aufhalten.

Welche Grundsätze gelten während der ausserordentlichen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus für die Leistungserbringung in der Sonderpädagogik im Vor- und Nachschulbereich?

  • Die Aufrechterhaltung des Systems hat erste Priorität. Das heisst, Abklärungsentscheide werden getroffen und Massnahmen zwar nicht im 1:1-Kontakt aber wenn immer möglich auf alternative Weise, durchgeführt. Verpasste Therapie- und Förderstunden können nach der Corona-Krise nicht nachgeholt werden.
  • Die Entwicklung von Förder- und Therapieangeboten, die telefonisch, online, mit Anschauungsmaterial, in Form von videobasierten Spiel- und Fördersequenzen, durch schriftliche Instruktion oder auf ähnliche Weise durchgeführt werden, soll unter Berücksichtigung fachlicher Standards vorangetrieben werden.
  • Die Fachpersonen der Sonderpädagogik im Vor- und Nachschulbereich unterstützen die Familien bzw. Jugendlichen primär darin, die momentane Situation gut durchzustehen, bleiben wenn möglich im Kontakt und stehen den Familien bzw. Jugendlichen für ihre Fragen im Zusammenhang mit der Therapie und Förderung zur Verfügung.
  • Falls mehrere Fachpersonen in einen Fall involviert sind, koordinieren sie die Unterstützung der Familie und sprechen die wichtigsten Förderziele auch während der Corona-Krise miteinander ab. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit setzt das Einverständnis der Eltern voraus. 
  • Bei der Erarbeitung von Förder- und Übungsangeboten ist darauf zu achten, dass die Familien mit Vorschulkindern bzw. die Jugendlichen gut angeleitet und instruiert und die Förder- und Übungsangebote sinnvoll umgesetzt werden können. Die neuentwickelten Angebote sind regelmässig kritisch auf deren fachlichen Nutzen zu hinterfragen.

Wo finde ich weitere Informationen zu Beratung auf Distanz?

  • Die Hochschule für Heilpädagogik (HfH) bietet aus aktuellem Anlass eine Hotline sowie ein Beratungsangebot zu Fragen des Fernunterrichts und der Förderung und Begleitung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und deren Familien an. Zum Beratungsteam gehören auch Fachpersonen aus der Heilpädagogischen Früherziehung und der Logopädie im Vorschulbereich: https://www.hfh.ch/
  • Verschiedene Tools für die Online-Beratung finden Sie unter: https://www.lernentrotzcorona.ch/
     

Wie sieht die Leistungsabrechnung während dieser ausserordentlichen Lage aus?

Der Regierungsrat hat die Frage der Entschädigungen von Selbstständigen im Bildungs- und Gesundheitswesens generell diskutiert und entschieden, auf Sonderbehandlungen von bestimmten Berufsgruppen zu verzichten. Dem Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) können somit weiterhin nur erbrachte Leistungen in Rechnung gestellt werden. Erwerbsausfälle können vom AJB nicht vergütet werden.

Für weitere Fragen

Hotline BAG: 058 463 00 00

Volksschulen:
corona@vsa.zh.ch

Mittelschulen:
mittelschulen@mba.zh.ch

Berufsfachschulen:
markus.zwyssig@mba.zh.ch

Mittel- und Berufsfachschulen
(Themen: Gesundheit und Hygiene):

infosuchtpraevention@mba.zh.ch

Krippen:
kitaszuerich@ajb.zh.ch

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